An: 13/09/2019

Mit dem Fahrrad nach Schweden fahren – warum eigentlich nicht? Also habe ich diesen Sommer eine schmale Campingausrüstung, meine Kamera und mein Fahrrad geschnappt und bin damit nach Schweden gefahren.

Gestartet bin ich von meinem Zuhause in Greifswald und musste zunächst nach Sassnitz auf Rügen radeln, um die Fähre nach Trelleborg zu nehmen, was sich in Südschweden befindet. Mit nicht mal 100 km hatte ich also Schweden schon erreicht. Und dann? Weitere Pläne gab es für diesen einwöchigen Trip eigentlich nicht, ich wollte mich vor allem treiben lassen, Ruhe finden und die wunderschöne Natur und Einsamkeit in Schweden genießen. Und der Plan ging auf.

Wildcampen ist in Schweden mit kleinen Einschränkungen fast überall erlaubt und deshalb konnte ich Campingplätze problemlos meiden. Jeden Abend baute ich mein Zelt an einem anderen Ort auf: entweder direkt am Meer oder an wunderschönen, einsamen Seen, wovon es in Schweden wirklich viele gibt. Der Vorteil mit Fahrrad und Zelt zu reisen zeigte sich dabei recht schnell, da ich eben an Orte kam, wo man mit dem Bus oder Wohnmobil nicht mehr hinkommt.

Und das Wetter? – Ja, das hatte alles zu bieten. Wind, Dauerregen, Gewitter, Sonne. Alles in einer guten Mischung. Auf den fiesen Gegenwind, der mich auf meiner fast 100 km Tour nach Malmö begleitet hat, hätte ich allerdings gern verzichtet.

Es war das erste Mal, dass ich solch eine Tour gemacht habe und es definitiv eines der größten Abenteuer, die ich bisher erleben durfte. Ich fahre gern Rad, allerdings nicht in dieser Intensität. Reisen mit dem Fahrrad fühlte sich für mich sehr lebendig an, ich konnte meine Umgebung und die wunderschöne Natur von Schweden viel intensiver wahrnehmen als durch eine Scheibe eines Wohnmobils. Selbst im strömenden Regen hätte ich nicht tauschen wollen.

Und wie sieht es mit Film und Fotografie aus? – Ja, da musste ich mich was die Ausrüstung angeht diesmal ein bisschen einschränken. Ich habe mal ein Bild von meinem Equipment gemacht, was ich auf diesen Trip mitgenommen habe. Bei der Objektivauswahl viel die Entscheidung gar nicht schwer. Als gutes Allround Objektiv habe ich das Sony 18 – 105 mm mitgenommen, womit man im Telebereich sehr schöne Details mit angenehmen Bokeh aufnehmen kann und trotzdem genügend Weitwinkel hat, um beispielsweise eine Aufnahme beim Radfahren zu machen oder schöne Landschaften zu fotografieren.

Für Zeitraffer und Langzeitbelichtungen war natürlich ein Stativ unabdingbar. Dafür nutze ich ein sehr kompaktes Stativ, was ein paar Einschränkungen mit sich bringt, allerdings für solch einen Trip unglaublich praktisch ist, da Packmaß und Gewicht wirklich sehr gering sind. Ansonsten hatte ich noch ein bisschen Zubehör dabei u.a. ein Fernauslöser, diverse ND Filter, Akkus und ein externes Mikrofon.